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Woran Sie eine gute Webdesign-Agentur erkennen — 8 Fragen, die Sie vor dem Auftrag stellen sollten
Jede Agentur nennt sich professionell, kreativ und kundennah. Diese acht Fragen trennen Anspruch von Wirklichkeit — und Sie dürfen sie jeder Agentur stellen, auch uns.
Kurz gesagt
Hellhörig werden sollten Sie bei „Wir bringen Sie auf Platz eins bei Google“ — laut Google kann das niemand garantieren —, bei einem Preis, den es erst im Gespräch gibt, bei einer Domain, die auf die Agentur läuft, und bei 24 oder 36 Monaten Mindestlaufzeit. Gute Zeichen sind anklickbare Referenzen aus den letzten zwölf Monaten, Preise auf der Website, die Domain auf Ihren Namen und eine schriftliche Antwort darauf, was beim Kündigen mit Ihrer Seite passiert.
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Drei Sätze, bei denen Sie hellhörig werden sollten
Bevor es an die Fragen geht: die drei Sätze, die im Erstgespräch am häufigsten fallen und am meisten kosten. Der erste lautet „Wir bringen Sie auf Platz eins bei Google“. Google selbst schreibt in seiner Dokumentation für Auftraggeber so deutlich, wie es geht: „Niemand kann Ihnen eine Platzierung bei Google an erster Stelle garantieren.“ Wer es trotzdem verspricht, weiß es entweder nicht besser oder sagt wissentlich etwas Falsches. Beides ist ein Grund, das Gespräch zu beenden.
Der zweite Satz: „Wir haben eine besondere Beziehung zu Google.“ Die gibt es nicht, und Google warnt in derselben Dokumentation ausdrücklich vor Anbietern, die so etwas behaupten oder eine bevorzugte Anmeldung versprechen. Der dritte: „Das Angebot gilt nur, wenn Sie heute unterschreiben.“ Eine Website ist keine Kaufentscheidung am Straßenstand. Wer Zeitdruck aufbaut, will verhindern, dass Sie vergleichen — und genau deshalb sollten Sie es dann erst recht tun.
Diese drei Sätze sind keine Geschmacksfrage. Sie sagen mehr über eine Agentur aus als jedes Portfolio, weil sie zeigen, wie sie mit Ihrem Unwissen umgeht. Die acht Fragen auf dieser Seite sind die Gegenprobe: sachlich, überprüfbar und in einem einzigen Telefonat zu klären.
1. Sind die Referenzen echt — und anklickbar?
Screenshots kann jeder. Verlangen Sie Links zu laufenden Kundenwebsites und klicken Sie sie an: Laden sie schnell, wirken sie gepflegt, passen sie zur Branche? Eine Agentur, die ihre Arbeit nicht verlinkt, hat entweder keine oder Gründe. Rufen Sie im Zweifel einen der Referenzkunden an — seriöse Agenturen haben damit kein Problem.
Die Frage im Wortlaut: „Können Sie mir drei Websites zeigen, die Sie in den letzten zwölf Monaten gebaut haben — mit Link?“ Eine gute Antwort kommt sofort. Eine schlechte klingt nach Vertraulichkeit, und bei einer Handwerker-Website gibt es dafür keinen Grund. Wenn Sie die Links haben, prüfen Sie drei Dinge: Öffnen Sie jede Seite am Handy und zählen Sie die Sekunden. Sehen Sie im Impressum nach, ob der Betrieb überhaupt noch existiert. Und googeln Sie ihn mit Leistung und Ort — wenn die Referenz selbst nicht gefunden wird, sagt das mehr als jede Fallstudie.
Achten Sie außerdem auf das Alter der Beispiele. Ein Portfolio, in dem alles aus 2019 stammt, heißt entweder, dass wenig dazukommt, oder dass die neueren Kunden nicht gezeigt werden sollen. Und wenn Sie tatsächlich anrufen: Fragen Sie nicht, ob der Kunde zufrieden ist — das sagen alle. Fragen Sie, wie lange die letzte Änderung gedauert hat und wer ans Telefon geht.
2. Stehen die Preise auf der Website?
„Preis auf Anfrage“ heißt übersetzt: Der Preis richtet sich nach Ihnen. Es gibt legitime Gründe für individuelle Angebote — Software-Projekte etwa lassen sich nicht pauschal beziffern. Aber für eine normale Firmenwebsite kann eine Agentur sagen, was sie kostet. Wer es nicht tut, will die Zahl im Verkaufsgespräch festlegen.
Unterscheiden Sie dabei zwischen „kein Preis“ und „kein Pauschalpreis“. Legitim ist eine Antwort wie: Für eine Firmenwebsite in Ihrer Größenordnung liegen wir zwischen dieser und jener Summe, den genauen Betrag nenne ich, sobald ich weiß, wie viele Leistungsseiten Sie brauchen. Nicht legitim ist ein Gespräch, in dem eine Stunde lang über Ihre Ziele geredet wird und die Zahl erst fällt, wenn erkennbar ist, wie viel Sie sich leisten können.
Fragen Sie in jedem Fall nach dem, was nicht im Preis steht: Texte, Fotos, Bildlizenzen, Rechtstexte, der Umzug von Domain und E-Mail-Postfächern, Weiterleitungen der alten Adressen, kostenpflichtige Zusatzmodule und die Wartung, sobald die Seite online ist. Das sind keine unfairen Tricks, sondern Positionen, die je nach Anbieter enthalten sind oder eben nicht — und der Grund, warum zwei Angebote mit derselben Zahl völlig Verschiedenes bedeuten können.
3. Auf wen wird die Domain registriert?
Die wichtigste Frage, die fast niemand stellt. Wird die Domain auf die Agentur registriert statt auf Sie, gehört Ihre Web-Adresse im Streitfall nicht Ihnen — und ein Wechsel wird zur Verhandlung. Bestehen Sie darauf, dass die Domain auf Ihren Namen läuft. Bei uns ist das Vertragsstandard, und so sollte es überall sein.
Bei einer .de-Domain gibt es genau einen Domaininhaber, und das sollten Sie sein — nicht der administrative Ansprechpartner, sondern der Inhaber. Fragen Sie wörtlich: „Wer wird als Domaininhaber eingetragen, und bekomme ich das schriftlich?“ Ein Anbieterwechsel ist danach ein geordnetes Verfahren, das Sie selbst anstoßen können. Steht dagegen die Agentur als Inhaberin im Register, brauchen Sie für jeden Wechsel ihre Mitwirkung — und genau die fehlt, wenn man sich im Streit trennt.
Dasselbe gilt für die Zugänge. Wer hat das Passwort für die Domain-Verwaltung, wer für das Hosting, wer für das Google-Unternehmensprofil, wer für die E-Mail-Postfächer? Dass die Agentur diese Dinge im Alltag betreut, ist völlig in Ordnung und meist sogar sinnvoll. Nicht in Ordnung ist, wenn Sie im Zweifel nicht selbst herankommen.
4. Wie schnell ist die Website der Agentur selbst?
Öffnen Sie die Agentur-Website am Handy. Lädt sie träge, ist sie unübersichtlich, fehlt das Impressum? Wer die eigene Visitenkarte nicht in Ordnung hält, wird es bei Ihrer nicht besser machen. Gleiches gilt für die Google-Bewertungen der Agentur und deren Umgang mit Kritik.
Machen Sie daraus eine Fünf-Minuten-Prüfung, bevor Sie überhaupt anrufen. Website am Handy öffnen: Wie lange dauert es bis zum ersten lesbaren Text? Ist ein vollständiges Impressum vorhanden? Steht irgendwo, was die Leistungen kosten? Googeln Sie danach den Agenturnamen mit Ort und sehen Sie sich das Google-Unternehmensprofil an: Gibt es Bewertungen, wirken sie über die Zeit verteilt, und wie wird auf Kritik geantwortet? Der Umgang mit einer Zwei-Sterne-Bewertung zeigt mehr als zwanzig Fünf-Sterne-Zeilen.
Ein Sonderfall ist die Agentur, die selbst kaum gefunden wird. Das muss kein Ausschlusskriterium sein — manche leben ausschließlich von Empfehlungen und hatten es nie nötig. Aber wenn Ihnen jemand Sichtbarkeit verkauft, dürfen Sie fragen, warum er sie bei sich selbst nicht herstellt. Die Antwort darauf ist erfahrungsgemäß aufschlussreich.
5. Mit wem sprechen Sie — und wer baut nachher wirklich?
In größeren Agenturen verkauft ein Berater, was danach ein wechselndes Team umsetzt. Das kann funktionieren, kostet aber Übersetzung bei jedem Schritt. Fragen Sie konkret: Wer gestaltet, wer textet, wer ist danach erreichbar? Je kürzer der Weg zwischen Ihnen und der Person, die die Arbeit macht, desto besser das Ergebnis.
Die Frage im Wortlaut: „Wer schreibt die Texte, wer gestaltet, und wer ist mein Ansprechpartner, wenn die Seite online ist — mit Namen?“ Antworten wie „ein eingespieltes Team“ sind keine Antwort. Fragen Sie außerdem, was passiert, wenn diese Person ausfällt: Eine größere Agentur hat eine Vertretung, ein Einzelkämpfer im Zweifel nicht. Beides kann in Ordnung sein. Sie sollten nur wissen, worauf Sie sich einlassen.
Genauso wichtig ist der Weg für kleine Änderungen. Neue Öffnungszeiten, ein anderer Preis, ein neues Foto: Geht das per Mail oder Nachricht an eine Person, die es am selben Tag erledigt? Oder über ein Ticketsystem, in dem eine Zeile Text drei Wochen liegt? Für den Alltag eines Betriebs entscheidet das mehr über die Zufriedenheit als jedes Designdetail.
6. Wie lange binden Sie sich?
24 oder 36 Monate Mindestlaufzeit sind in der Branche verbreitet — und ein Warnsignal. Eine Agentur, die von ihrer Leistung überzeugt ist, braucht keine langen Ketten. Monatlich kündbar ist das Fairste, was Sie bekommen können: Dann muss die Leistung jeden Monat stimmen, nicht nur bei der Unterschrift.
Rechnen Sie Laufzeiten immer aus, statt auf den Monatsbetrag zu schauen. 149 € im Monat klingen überschaubar; über 36 Monate sind das 5.364 €, aus denen Sie nicht herauskommen — auch dann nicht, wenn ab dem sechsten Monat niemand mehr ans Telefon geht. Ein Anhaltspunkt aus dem Gesetz: In Allgemeinen Geschäftsbedingungen gegenüber Verbrauchern ist eine Bindung von mehr als zwei Jahren unwirksam. Als Gewerbetreibender greift dieser Schutz für Sie nicht unmittelbar — Sie unterschreiben also Laufzeiten, vor denen ein Privatkunde bewahrt würde. Umso genauer sollten Sie hinsehen.
Fragen Sie zusätzlich nach der stillschweigenden Verlängerung und nach der Kündigungsfrist. Verträge, die sich um zwölf Monate verlängern, wenn man nicht drei Monate vor Ablauf kündigt, sind der Klassiker. Die verpasste Frist ist der häufigste Grund, warum Betriebe noch Jahre an eine Agentur gebunden bleiben, mit der sie längst unzufrieden sind.
7. Was passiert, wenn Sie kündigen?
Klären Sie vor dem Auftrag, was Ihnen nach dem Ende gehört: Domain, Texte, Bilder, Anfragedaten — und was mit der Website selbst passiert. Bei Miet- und Abo-Modellen geht die Seite üblicherweise offline, bei Kauf-Modellen brauchen Sie jemanden, der sie weiter betreibt. Beides ist in Ordnung — solange es vorher schwarz auf weiß feststeht und nicht hinterher überrascht.
Lassen Sie sich dazu vier Dinge schriftlich geben. Erstens: Was passiert mit der Domain? Zweitens: Was mit Texten und Bildern? Drittens: Was mit den Anfragen und Kontaktdaten, die über die Website gekommen sind — das sind Ihre Kundendaten. Und viertens: Was passiert mit der Website selbst? Geht sie offline, oder bekommen Sie sie in einer Form, mit der ein anderer weiterarbeiten kann? Wer bei der vierten Frage ausweicht, hat sie damit beantwortet.
Ein verbreitetes Missverständnis gehört hier korrigiert: Bei Miet- und Abo-Modellen geht die Website in aller Regel nicht in Ihr Eigentum über. Das ist kein Trick, sondern die Grundlage des niedrigen Einstiegspreises. Entscheidend ist nur, dass es vorher dasteht. Wer eine Website zur Miete verkauft und dabei von „Ihrer eigenen Website“ spricht, ohne diesen Punkt zu klären, arbeitet mit einer Unschärfe, die Sie später ausbaden.
8. Kennt die Agentur Ihre Region — oder nur Ihr Budget?
Für lokale Sichtbarkeit zählt, ob die Agentur lokales Suchverhalten versteht: Unternehmensprofil, Bewertungen, Standortseiten, Wettbewerb vor Ort. Eine Agentur aus der Region ist dabei kein Muss — aber ein Gespräch, in dem nur über Design und nie über Google gesprochen wird, ist ein schlechtes Zeichen. Die schönste Website nützt nichts, die niemand findet.
Ein guter Test im Gespräch: Nennen Sie Ihre Stadt und fragen Sie, wer dort sonst in Ihrem Gewerk aktiv ist und wie diese Betriebe im Netz aufgestellt sind. Wer sich vorbereitet hat, kann dazu etwas sagen. Und wer es nicht kann, aber anbietet, es bis zum nächsten Termin nachzuholen, ist immer noch glaubwürdiger als jemand, der die Frage wegwischt. Fragen Sie außerdem ausdrücklich nach Unternehmensprofil, Standortseiten und Bewertungen — wenn im ganzen Gespräch nur über Optik geredet wird, bekommen Sie am Ende genau das.
Wie Sie das Erstgespräch führen
Diese acht Fragen sind kein Verhör, sondern ein Telefonat von zwanzig Minuten. Schreiben Sie sie sich vorher auf einen Zettel und stellen Sie sie in derselben Reihenfolge bei zwei oder drei Anbietern — nur dann sind die Antworten vergleichbar. Notieren Sie mit, was Sie hören, und bitten Sie am Ende um die entscheidenden Punkte in einer Mail: Domaininhaber, Laufzeit, Kündigung, was eine Änderung kostet und wie lange sie dauert. Wer das nicht schriftlich geben will, hat Ihnen die letzte Frage schon beantwortet.
Und noch etwas, das in keinem Angebotsvergleich auftaucht: Achten Sie darauf, ob die Agentur Ihnen widerspricht. Wer auf jeden Wunsch „kein Problem“ sagt, verkauft. Wer Ihnen sagt, dass eine Idee nichts bringt, dass ein Onlineshop bei Spezialisten besser aufgehoben wäre oder dass Ihr Budget für den Anfang reicht und der Rest warten kann, arbeitet mit Ihnen statt an Ihnen. Das ist das zuverlässigste Zeichen von allen — und es steht in keinem Portfolio.
Geschrieben von

Simon Woytewicz
Gründer & Geschäftsführer

Tim Basinski
Gründer & Geschäftsführer
Wir teilen uns nicht auf: Jeder von uns telefoniert mit Ihnen, geht die Vorschau mit Ihnen durch, baut Ihre Seite, richtet Ihr Google-Profil ein und kümmert sich darum, dass Ihre Kunden Sie finden. Im Raum Mönchengladbach kommen wir auch bei Ihnen im Betrieb vorbei, und nach dem Livegang bleiben wir ansprechbar — für Änderungen, Fragen und alles, was Sie nicht selbst machen wollen.
Mehr über die beiden auf der Über-uns-Seite.
Häufige Fragen
Ist eine große Agentur besser als eine kleine?
Größe sagt nichts über Qualität, nur über Struktur. Große Agenturen bieten Prozesse und Vertretungsregeln, kleine bieten kurze Wege und feste Ansprechpartner. Für die Website eines Handwerksbetriebs ist entscheidend, wer die Arbeit macht und wie erreichbar er ist — nicht das Firmenschild.
Sollte die Agentur aus meiner Stadt kommen?
Muss sie nicht — Abstimmung per Telefon und Bildschirmfreigabe funktioniert heute reibungslos. Nützlich ist Ortsnähe dann, wenn lokale Sichtbarkeit das Ziel ist: Wer den Markt vor Ort kennt, trifft bessere Entscheidungen bei Standortseiten und Unternehmensprofil.
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Sehen Sie Ihre Seite, bevor Sie sich entscheiden.
Drei Angaben reichen. Den Rest suchen wir uns selbst über Ihr Google-Profil zusammen.
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